Ein Ort voller Geschichte(n)

Die Geschichte des beeindruckenden Gebäudes reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1530 erwarb der wohlhabende Zwickauer Tuchhändler und Verleger Peter Graf die damals zwei kleinen Häuser auf dem Katharinenkirchhof.

In seinem Auftrag wurden sie zu einem repräsentativen Kaufmannssitz umgebaut – einem sogenannten Durchhaus, wie es im 16. Jahrhundert für viele europäische Handelsstädte typisch war: Durch den an zwei Straßen grenzenden Hof konnte ein Gespann geradlinig hindurchfahren, ohne zu wenden.

Ein besonderes Schmuckstück des Hauses ist das prächtige Renaissance-Portal von Paul Speck, dem bedeutendsten Baumeister des damaligen Kurfürstentums Sachsen. Speck hat mit seinen Entwürfen – darunter das alte Leipziger Rathaus – zahlreiche Bauwerke in ganz Sachsen geprägt.

Das Gebäude hat im Lauf der Jahrhunderte viele Nutzungen erlebt, war unter anderem Waffen- und Munitionslager der Stadt und von 1862 bis 1867 auch erster Sitz der Zwickauer Bergschule, des Vorläufers der heutigen Hochschule. Ab 1883 diente es schließlich 39 Jahre lang als Sitz der letzten Posthalterei der Stadt Zwickau.

In den 80er Jahren wurde der Komplex aufwändig saniert und erweitert. (Quelle: Stadtarchiv Zwickau)

Die Postgeschichte Zwickaus ist eng mit dem Haus verbunden: Das erste Postamt der Stadtwurde 1693 eröffnet. Damals wurde der Besitzer des Gasthofes „Zur goldenen Gans“ am Marienplatz 1 – Gregor Meyer aus Schneeberg – zum Churfürstlichen Postmeister bestellt. In seinem Gasthof befand sich die Post bis 1714. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Postmeister zugleich auch als Posthalter eingesetzt. Erst ab 1831 wurden die Ämter von Posthalter und Postmeister in Zwickau getrennt und in verschiedenen Gebäuden der Stadt angesiedelt.

Das historische Gebäudeensemble – bestehend aus dem rund 1.600 Quadratmeter großen Altbau und einem später hinzugefügten Neubau – steht seit 2023 offiziell unter Denkmalschutz. Besonders im Hof beeindrucken die erhaltenen Laubengänge aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Während umfangreicher Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren wurden zudem wertvolle Renaissance-Deckenmalereien freigelegt, restauriert und bewahrt.

Heute...

präsentiert sich die Posthalterei als lebendiger Ort, an dem Geschichte und Gegenwart einander begegnen – und bietet mit ihrem einzigartigen Ambiente den idealen Rahmen für unvergessliche Feste, kulturelle Veranstaltungen und stimmungsvolle Begegnungen.

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